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Studie zeigt: Menschen erkennen Emotionen in Tierstimmen


Archiv: Baumfrosch.

Copyright/Quelle: Andrius Pašukonis / news.rub.de/

Bochum (Deutschland) – Ein internationales Forscherteam zeigt in einer aktuellen Studie, dass Menschen Emotionen von Tieren allein anhand deren Stimmen und Lauten richtig erkennen können. In dieser Fähigkeit sehen die Wissenschaftler Hinweise auf einen universellen Code zum Entschlüsseln von akustischen Signalen, der sowohl bei Amphibien bis hin zu Säugetieren zu finden ist.

Amphibien, Reptilien, Säugetiere kommunizieren alle über akustische Signale. „Menschen sind hinzu in der Lage, den emotionalen Inhalt dieser Signale einzuschätzen“, berichten die Forscher um Piera Filippi von der Freien Universität Brüssel und Aix-Marseille, gemeinsam mit Forscher der Universitäten Alberta, Wien und Bochum aktuell im Fachjournal „Proceedings of the Royal Society B“ (DOI: 10.1098/rspb.2017.0990).

Dass Menschen diese Fähigkeit angesichts verschiedener Säugetierspezies besitzen, konnte schon in früheren Studien gezeigt werden. Nun erweiterten die Forscher die Ergebnisse auch auf Amphibien und Reptilien.

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In Ihren Experimenten spielten die Wissenschaftler den 75 Studienteilnehmern, deren Muttersprache Englisch, Deutsch oder Mandarin war, Audioaufzeichnungen von neun verschiedenen landlebenden Spezies(u.a. Baumfrosch, Schwein, Alligator, Berberaffe, Mensch, Schwarzkopfmeise vor. „Die Probanden waren dabei in der Lage, bei allen Tierklassen zwischen hoher und niedriger Erregung in den akustischen Signalen zu unterscheiden“, berichten die Forscher. „Die Probanden verließen sich dabei auf zwei Parameter: den Grundton sowie die Schwerpunktwellenlänge, ein Maß dafür, wo sich der Mittelpunkt des Frequenzspektrums in dem Signal befindet.“

Das Ergebnis interpretieren die Forscher als Hinweis darauf, dass es einen Universalcode für den stimmlichen Ausdruck von Emotionen und deren Entschlüsselung geben könnte: „Die Ergebnisse legen nahe dass es fundamentale Mechanismen für den akustischen Ausdruck von Emotionen gibt – und zwar über alle Wirbeltierklassen hinweg“, so die Autoren Abschließend. „Es könne sich um ein Signalsystem mit einem gemeinsamen evolutionären Ursprung handeln. Schon vor über einem Jahrhundert hatte Charles Darwin vorgeschlagen, dass akustische Emotionsäußerungen auf unsere frühesten Vorfahren an Land zurückgehen.“

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist
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