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Astrobiologen erstellen Farbkatalog für mikrobisches Leben auf Eiswelten

Anhand der Farben ferner Eiswelten hoffen Astrobiologen und Astrobiologinnen zukünftig auf dortiges mikrobisches Leben schließen zu können. Die Vorlage für einen nun erstellten Farbkatalog bilden irdische Mikroben aus subarktischen Regionen (Illu.). Copyright/Quelle: Jack Madden / Cornell
Anhand der Farben ferner Eiswelten hoffen Astrobiologen und Astrobiologinnen zukünftig auf dortiges mikrobisches Leben schließen zu können. Die Vorlage für einen nun erstellten Farbkatalog bilden irdische Mikroben aus subarktischen Regionen (Illu.).
Copyright/Quelle: Jack Madden / Cornell

Ithaca (USA) – Nach dem Vorbild arktischer Mikroben haben Astrobiologinnen und Astrobiologen einen Farbkatalog erstellt, anhand dessen eventuell vorhandenes mikrobisches Leben auf fernen Eiswelten erkannt werden soll.

Wie das Team um die die Postdoktroandin Lígia F. Coelho von der Cornell University aktuell im Fachjournal „Astrobiology“ (DOI: 10.1089/ast.2021.0008) berichtet, handelt es sich um einen Katalog, der verfärbenden Wechselwirkung von auf, im und unter dicken Eisschichten existierenden Mikroorganismen mit ihrer Umgebung – vornehmlich Schnee und Eis. Hierzu haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rund um die subarktische kanadische Hudson Bay aus verschiedenen Eistiefen Proben von mehr als 80 Mikroorganismen entnommen. Im besten Fall können die Beobachtungen auch auf andere eisige Himmelskörper wie Eismonde und Eiswelten übertragen werden – zumindest handele es sich aber um eine arbeitsfähige Grundlage für zukünftige Beobachtungen, so die Autoren und Autorinnen der Studie.

„Da auch erdgestützte Teleskope immer größer und damit auch leistungsstärker werden, und mit ihnen auch die Atmosphären felsiger Exoplaneten untersucht werden können, brauchen Astronomen schon bald eine „Farbanleitung“, um diese Welten und ihre Monde mit den dynamischen meist getönten biologischen Mikroben auf der Erde zu vergleichen, wie sie vielleicht auch gefrorene Welten um ferne Sterne bewohnen“, so Coelho und führt dazu weiter aus: „Hierzu müssen wir Forschenden aber erst einmal auch genau wissen, welche Mikroben in den eisigen Regionen unserer Erde existieren, bevor wir nach solchen Lebensformen auf anderen Planeten und Monden suchen.“

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Auf der Erde finden sich die biologischen Farben mikrobiellen Lebens, als Signaturen des Lebens in der Arktis meist in kleinen, frostigen Nischen. „Die Farben und Verfärbungen durch diese Organismen könnten aber auch die gesamte Oberfläche einer Eiswelt dominieren“, erläutert die Wissenschaftlerin. „Eisige Exoplaneten sind nicht per se für das Leben verloren und anhand der Farbtöne könnten wir relativ eindeutige Anzeichen für Leben schon mit der nächsten Generation von Großteleskopen finden. Dazu müssen wir aber eben auch wissen, wonach wir suchen müssen. Aus diesem Grund haben wir mit diesem Katalog begonnen.“

Die Studie zeige, dass Biosignaturen in trockeneren Umgebungen intensiver ausgeprägt sein könnten. Das wiederum lege nahe, dass Orte, die trockener sind als unsere Erde, aber dennoch mikrobische Lebensformen beherbergen können, geeignete Ziele für zukünftige Missionen sein könnten.

„Wie sich zeigt, offenbaren gerade eisige Umgebungen auf der Erde eine überraschend hohe Diversität an Leben und könnten sogar die Orte sein, an denen das Leben überhaupt erst entstanden ist“, so Coelho abschließend. „Unser Farbkatalog des Lebens in den subarktischen Regionen der Erde soll als Leitfaden für die Suche nach Leben an und in der Nähe der Oberflächen auf Eiswelten dienen, die ihre Planeten und Sterne innerhalb deren lebensfreundlicher Zonen umkreisen – hier aber nicht nur in deren zentralen warmen und gemäßigten Regionen, sondern auch an deren kalten Rändern.“




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Esssay: Warum die Entdeckung von außerirdischem Leben unvermeidlich ist und möglicherweise unmittelbar bevorsteht 31. Januar 2022

Recherchequelle: Cornell University

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist
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