Anzeige
Anzeige
Anzeige

Auch an der Suche nach außerirdischen Signalen beteiligt: In Australien beginnt der Bau der weltgrößten Radioteleskop-Anlage

Künstlerische Darstellung der beiden Teleskopanlagen in Südafrika (l.) und Australien (Illu.).Copyright/Quelle: SKAO
Künstlerische Darstellung der beiden Teleskopanlagen in Südafrika (l.) und Australien (Illu.).
Copyright/Quelle: SKAO

Kensington (Australien) – Bereits seit fünf Jahren geplant, wurde nun in der westaustralischen Wüste und in Südafrika mit dem Bau der einst weltweit größten Radioteleskop-Anlage, der „Square Kilometre Array“ (SKA) begonnen. Die später zusammengeschalteten Anlagen werden sich auch an der Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen (SETI) beteiligten.

Schon 2012 hatten sich die Mitglieder der SKA-Organisation auf die Standorte der beiden SKA-Anlagen in Australien und in der südafrikanischen Karoo geeinigt, weil beide ausreichend Platz und ein außerordentlich radioruhiges Umfeld aufweisen. Alleine in Südafrika sollen tausende Antennen schlussendlich eine Fläche von mehr als mehr als 3.000 Kilometern bedecken und – verbunden durch Glasfaserkabel – zu einer einzigen virtuellen Schüssel zusammengeschaltet werden können.

Künstlerische Darstellung der geplanten SKA-Mid Anlage in Südafrika, die teilweise aus der bereits existierenden radioteleskopanlage MeerKAT besteht (Komp. Foto u. Illu.).Copyright/Quelle: SKAO
Künstlerische Darstellung der geplanten SKA-Mid Anlage in Südafrika, die teilweise aus der bereits existierenden Radioteleskopanlage MeerKAT besteht (Komp. Foto u. Illu.).
Copyright/Quelle: SKAO

Während die südafrikanische Anlage aus klassischen Radioschüsseln bestehen wird, werden in Australien sollen in der entlegenen Wajarri-Region in Western Australia 131.072 baumartige Dipol-Antennen angeordnet (s. Abb.). Die komplette Sammelfläche wird am Ende rund einen Quadratkilometer groß sein. Auf diese Weise wird SKA die bislang leistungsstärksten Radioteleskope um das rund 50-fache an Leistung übertreffen und etwa 10.000 Mal schneller als diese sein.

Künstlerische Darstellung der geplanten SKA-Low Anlage in Australien (Illu.).Copyright/Quelle: SKAO
Künstlerische Darstellung der geplanten SKA-Low Anlage in Australien (Illu.).
Copyright/Quelle: SKAO

Während auch die Bundesrepublik ursprünglich am SKA-Projekt beteiligt war, erklärte Deutschland 2015 seinen Austritt aus dem wissenschaftlichen Großprojekt. Stattdessen trat jedoch die Max-Planck-Gesellschaft im Jahr 2019 bei.

Wie schon die Vorgänger-Anlage, die derzeit weltgrößte Radioteleskop-Anlage „MeerKAT“ in Südafrika (…GreWi berichtete), so soll sich auch die fertige SKA an SETI, der Suche nach außerirdischer Intelligenz beteiligen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ HIER können Sie den täglichen kostenlosen GreWi-Newsletter bestellen +

Durch das breite Operationsspektrum von 50 MHz bis 25 GHz wird die Anlage selbst schwache Radiosignale kosmischer Quellen in Milliarden von Lichtjahren Entfernung registrieren können.

„Mit SKA wollen wir nach organischen Molekülen im Weltraum suchen – nach Molekülen des Lebens. Natürlich wollen wir aber auch nach außerirdischer Intelligenz suchen. Angesichts all‘ der derzeit neuentdeckten Planeten hoffen wir mit SKA in der Lage zu sein, zu untersuchen, ob es dort auch Zivilisationen gibt und diese vielleicht auch Signale senden“, erklärte SKA-Direktor Dr. Bernie Fanaroff schon 2015.




WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
MeerKAT: Weltgrößte Radioteleskop-Anlage beginnt Suche nach außerirdischen Signalen 5. Dezember 2022
BLC1: ‚Proxima-Centauri-Signal‘ ist sehr wahrscheinlich irdischen Ursprungs 26. Januar 2021
Hubble-Daten bestätigen zweiten Planeten um Sonnennachbar Proxima Centauri 15. Juni 2020
Proxima b: Erdnächster Exoplanet wohl doch lebensfreundlich 12. März 2020
MeerKAT Array: Größtes Radioteleskopfeld Afrikas sucht mit ‚Breakthrough Listen‘ nach außerirdischen Signalen 8. Oktober 2018

Recherchequellen: SKAO, eigenen Recherche grenzwissesnschaft-aktuell.de

© grenzwissenschaft-aktuell.de

Anzeige
Artikeln teilen
Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist
Unterstützen Sie die tagliche journalistische Arbeit an GreWi

Wenn Sie GreWi unterstützen möchten, so können Sie dies am besten mit einem freiwiliigen GreWi-Unterstützer-Abo tun – und erhalten dafür auch noch themenbezogenen Gegenleistungen und nehmen an allen unseren Buch- und Filmverlosungen teil.

Bücher von GreWi-Hrsg. Andreas Müller

Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

Mehr auf Wikipedia

Deutschlands UFO-Akten: Über den politischen Umgang mit dem UFO-Phänomen in Deutschland …

Kornkreise. Geometrie, Phänomene, Forschung

Phänomen Kornkreise: Forschung zwischen Volksüberlieferung, Grenz- und Naturwissenschaft

Deutschlands historische UFO-Akten: Schilderungen unidentifizierter Flugobjekte und Phänomene in…

Hol Dir Deine
GreWi-App!
app-store play.google.com
..zeig, dass Du
ein GreWi bist!
Shop